Wir sind junge Staubsauger

Das war der Satz des Tages heute – einmal abgesehen von: „Ich sehe das genauso wie eine Schuluniform, weil man morgens nicht lange aussehen muss, was man anzieht.“ (aus dem Text einer Schülerin, die im März die DSD I – Prüfung schreiben wird)

Ein Schüler aus der Jiao Tong Schule berichtete mir bei WeChat kurz vom Fußballspiel der Klasse gegen eine Parallelklasse. Als ich ihn daraufhin fragte, ob sie wegen der Luftverschmutzung wenigstens Masken anhatten, schrieb er zunächst, dass er es ein „bisschen unverständlich“ fand, dass die Schule das Spiel nicht abgesagt hat … und dass sie keine Masken trugen.

Als ich ihm dann das Bild von den heutigen Luftwerten schickte (s. unten), kam der Satz aus der Überschrift zurück – mit einem lachenden Smily versehen. Der Humor stirbt also doch zuletzt.

Luft

So sind sie …

… die chinesischen Schüler/innen. Gerade eben erreichte mich von einer meiner Schülerinnen aus der 10. Klasse die folgende Nachricht auf WeChat. Total lieb:

Herr Strobel,Laut der Wettervorhersage wird heute Nacht in Xi’an ein Sandsturm auftreten. Bitte denken Sie daran, die Türen und Fenster zu schließen. Andernfalls wird der Raum morgen früh staubig sein, aber er wird Ihr Leben nicht gefährden.

Dazu passend ein Bild, das ich heute Nachmittag aus dem 15. Stockwerk meines Hauses gemacht habe, als sich der Sandsturm schon andeutete.

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Shanghai

Am 27. Oktober ging es für 8 Tage nach Shanghai. Es war zwar eine Dienstreise, aber ich konnte ein Wochenende mit hineinpacken und auch während des Seminars mit den deutschen DSD-Lehrern aus ganz China gab es Gelegenheiten (abends und am Samstag), die Stadt ein wenig näher kennenzulernen.

Hatte ich bis dahin immer den Eindruck, Shanghai müsse man nicht unbedingt bereisen, muss ich nach diesem Besuch einräumen, dass ich mich wohl geirrt habe. Vielleicht lässt sich meine neue Sicht auf diese Mega-Stadt vor allem auch damit erklären, dass ich sie zum ersten Mal alleine, mit wenigen und mit anderen Lehrern erkunden konnte – statt mit Schülergruppen auf einer organisierten Reise. So ging ich spazieren, radelte auf einem Mobike und ging entlang des Huangpo joggen, alles bei wunderbarem spätsommerhaften Wetter im November. So entdeckte ich insbesondere die ehemalige französische Konzession und die in den letzten zwei Jahren angelegte Promenade am Ost-Bund für mich, wobei mich jedoch auch die abendliche Bootsfahrt auf dem Huangpo viel mehr faszinierte als bei den Besuchen davor – was den vielen neuen Gebäuden entlang des Flusses und der noch spektakuläreren Beleuchtung geschuldet war.

Auch der Auslfug ins Wasserdorf Xitang war sehr schön, selbst wenn das Dorf in Teilen ziemlich überlaufen war. Alles in allem: trotz recht anstrengender Seminartage war der Ausflug nach Shanghai insgesamt eine sehr willkommene Abwechslung zum Schulalltag.

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Diese Bezeichnung für einen Hort wäre bei uns wohl nicht möglich.

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Schifferstadt zu Gast

Für den 11. Oktober hatte sich ganz besonderer Besuch angekündigt: die Austauschgruppe aus Schifferstadt. Es waren schöne, wenn auch – vor allem für meine Kolleginn-en -anstrengende Tage mit einem recht bunten Programm. Vor allem meine Deutschschüler/innen freuten sich sehr über den Besuch, obwohl sie am Austausch an sich gar nicht beteiligt waren. Doch die 12er und 11er konnten es kaum erwarten, mit den Deutschen sprechen zu dürfen, und die 10er fieberten ihrem Auftritt bei der Abschieds-„Party“ entgegen. Nach gerade mal 5 Wochen Deutschunterricht sangen sie ein echt nettes Lied aus dem neu eingeführten Deutschbuch. Natürlich wurden auch ganz viele Fotos gemacht, WeChat-Freundschaften geschlossen und von den am Austausch beteiligten Schüler/innen auch die ein oder andere Träne vergossen. Für mich selbst war es auf jeden Fall sehr schön, ein paar ehemalige Schüler/innen hier in Xi’an zu sehen und meine Kolleg/inne zu Gast zu haben.

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Vorbereitungen für den Empfang.

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Paparazzi beim Sonntagsausflug.

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Spaß beim Sonntagsausflug.

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Lee Zhengping beim Sonntagsausflug.

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Beim Sonntagsausflug: Martin kann’s.

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Frisch zubereitete Nudeln beim Sonntagsausflug.

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Deutsche und chinesische Deutschschüler/innen im Gespräch.

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„Meine“ 8.-Klässler bereiten die Requisiten für ihre Sketche beim Abschiedsabend vor.

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Der Abschiedsabend möge beginnen: Gaby Steinbach spricht und Boya übersetzt.

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Am Abschiedsabend: Gedichtvortrag auf Chinesisch durch Grundschüler.

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Am Abschiedsabend: „meine“ 10er singen.

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Am Abschiedsabend.

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Gruppenbild zum Abschied.

Sportfeste

Sowohl in der Nr. 89 Mittelschule als auch in der Jiao Tong wurden – wie im letzten Jahr – die Sportfeste der Schulen veranstaltet. Bei den sportlichen Wettbewerben an sich konnte ich dieses Mal leider nicht dabei sein, weil die Schifferstädter Austauschdelegation direkt nach der Eröffnung ankam und betreut werden wollte. Doch die Eröffnungszeremonien durfte ich miterleben und es ist schon spektakulär, was die Schulen bzw. Schüler zwischen Drill und Perfektionismus (insbesondere an der Nr. 89) auf der einen und Buntheit und Kreativität (vor allem an der Jiao Tong) auf die Beine stellen. Wie viel Spaß sie dabei – und bei der wochenlangen (!) Vorbereitung – haben, vermag ich nicht zu beurteilen. Manche Schüler scheinen das Ganze zu hassen, auch weil sie zum Teil vor und nach der Schule proben müssen, als wären die Schultage nicht so schon lang genug. Andere freuen sich über die Abwechslung samt Unterrichtsausfall und wieder andere über ihren eigenen sportlichen Einsatz. Insgesamt schien mir der Faktor Spaß an der Jiao Tong eine deutlich größere Rolle zu spielen, was sich zum Beispiel in den bunteren Beiträgen der einzelnen Klassen zur Eröffnungszeremonie und in der Lehrer-Staffel ausdrückte, in der Kolleginnen der einzelnen Fachschaften oder Jahrgänge zum Vergnügen der Schüler gegeneinander um die Wette liefen – manche verbissen und flott, andere in normaler Straßenkleidung und mit reduziertem sportlichen Eifer.

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Mondfest

Die Englischlehrerin Li Ru, die 2010 in Schifferstadt beim Austausch dabei war, lud mich ein, den Tag mit ihr, ihrem Mann und Sohn und später auch mit den Schwiegereltern zu verbringen.

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Morgens um halb zehn im Park: Wunderkind mit Fans 😉

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Li Ru, ihr Mann und ihr Sohn zeigen mit die Shaanxi Nordwest Universität, die sich vor allem auf Agrarforschung spezialisiert hat und eine der drei besten Unis der Provinz ist.

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Im Haus von Li Rus Schwiegereltern auf dem Land: ein typisches Wohnzimmer (Charme der 70er) einer Familie, der es recht gut geht.

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Endlich habe ich gelernt, wie man Mahjong spielt – das Spiel, das vor allem ältere Chinesen gerne den ganzen Tag spielen und das mich ein wenig an Rommée oder Canasta erinnert.

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Tja, und der arme Kerl war die ganze Zeit im eigenen Hof angebunden. Warum auch immer … :((

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In China ist die Verpackung oft wichtiger als das Geschenk selbst. Würde man hierin eine gute Flasche Wein vermuten, entpuppt sich das Ganze als Verpackung für …

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…. zwei Gläser Honig – den ich von Li Ru, neben ca. 3 KG Trauben und ein paar Äpfeln, zum Mondfest geschenkt bekommen habe. Lebensmittel gehören in China zu den beliebtesten Geschenken.

 

Bilder und Videos der letzten Woche: Mondkuchen, Feuertaufe und heilige Hallen

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Die neuen 10er an der Jiao Tong – und ich 🙂

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Spaß beim Sätze puzzeln: die neuen 10.-Klässler an der Nr. 89. Auf mein Betreiben hin haben wir für diesen Jahrgang ein modernes deutsches Lehrwerk einfliegen lassen – teuer aber so viel besser (abwechslungsreicher und kommunikativer) als das chinesische „Klick auf Deutsch“.

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Blick vom Deutschklassenzimmer auf den Sportplatz an der Jiao Tong.

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In der Taxi-Warteschlang am Südbahnhof in Taiyuan. Ganz schön was los!

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Deko in der Wanda Plaza (Einkaufszentrum) in Taiyuan. Über Geschmack lässt sich bekanntlich ja nicht streiten 😉

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Kabelsalat in Taiyuan.

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Schnell mal ein wenig Deko aufgeblasen: goldene Elefanten und Drachen bewachen das Tor, durch welches ein Hochzeitspaar mit seinen Gästen das dahinter liegende Hotel betreten wird, um knapp 2 Stunden später die „Feier“ schon wieder zu beenden.

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Big Brother …

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Street Food

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Feuertaufe bestanden: die erste von mir organisierte und durchgeführte Lehrerfortbildung war ein Erfolg und kam bei den KollegInnen gut an.

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Ein bisschen Werbung für das DSD-Programm, anlässlich der Lehrerfortbildung, die ich in Taiyuan abgehalten habe.

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Mein Kollege Achim aus Wuhan zum Thema Migration nach und Integration in Deutschland.

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Im Jinci-Tempel-Park.

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Im Jinci-Tempel-Park: Einer von acht Drachen, die sich die Säulen des originalen Tempels (ca. 800 Jahre alt!) hinaufwinden.

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Der eigentliche Temple im Jinci-Park.

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Eine Zeder, die 900 Jahre im 30-Grad-Winkel gewachsen ist.

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Dienerinnen der Göttinnen-Mutter im Jinci-Tempel.

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Ein Gemälde vom Huan Shan (in einer kleinen Galerie im Jinci-Park).