Sicilia – oder: und es war Sommer!

Wenn auch nicht zum ersten Mal in meinem Leben 😉

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Ein wenig eigentümlich und vor allem schade für meine Mitsegler war es schon: am Tag deren Abreise stiegen die Temperaturen in Olbia (Sardinien) auf 24 Grad und als ich am 2. Juni in Trapani (Sizilien) ankam, war es dort genauso (früh) sommerlich warm – und noch besser: so ist es bei Tageshöchsttemperaturen von 24 bis 28 Grad bis heute geblieben, bei meist blauem, fast wolkenlosem Himmel.
In Trapani angekommen, entschied ich mich erst einmal dazu, die Südküste bis Agrigento entlang zu fahren und dann zu überlegen, ob ich über die Berge nach Norden wechsle. Auch auf Grund der Höhe der Gebirgsketten, der Temperaturen und den Erinnerungen an die Schäferhunde im Inselinnern von Sardinien blieb es am Ende bei der Südküste, sodass ich mich in den letzten Tagen dann die Ostküste nach Norden hoch gearbeitet und vorgestern nach Kalabrien übergesetzt habe. Arrivederci Sicilia!

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Von Anderen Reisenden, auch Radlern, erfuhr ich dann, dass dies evtl. nicht die allerbeste Entscheidung war – der Norden und das Inselinnere seien wunderschön. Und das kann ich von der Südküste nicht wirklich sagen. Sie war irgendwie spannend, z.T. fast schon bizarr, steppen- und wüstenartig. Die Landschaft war oft sehr karg und trocken, Müll säumte die Straßen und die meisten Städte waren eher chaotisch, unattraktiv und immer wieder auch bettelarm.
Streunende Hunde zu Hauf – meist ungefährlich, einmal sogar sehr anhänglich (Menfi), zwei Mal aber auch bedrohlich. Z.T. schöne Strände, immer noch recht frisches Wasser. Nur wenige wirklich schöne oder zumindest nette Campingplätze.
Dafür aber die griechischen Tempel bei Agrigento – fantastisch! – und etwas weg von der Küste im Südosten und Osten die faszinierend schönen barocken Städte des Val di Noto: Ragusa, Modica, Noto und Catania. Letztere fand ich dann auch als Großstadt völlig faszinierend, wenn auch ähnlich chaotisch wie z.B. Neapel. Oder vielleicht gerade deshalb?
Zum Schluss ging’s vorbei am Ätna und an Taormina nach Messina, von dort mit der Fähre nach Villa San Giovanni, zu einem erneut eher wenig attraktiven Campingplatz in Lazzaro, Kalabrien – gestern dann habe ich die Stiefelspitze umrundet, bin soeben in Gerace aufgewacht (toller, wunderschöner Bergort) und heute geht’s über die Berge Richtung Tropeal. Ich schwitze jetzt schon – die Temperaturen kratzen allmählich an der 30 Grad-Marke (was für Kalabrien an einem 16. Juni allerdings eher „kühl“ ist).

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