Sardinien – ein Radlertraum … wären da nicht die Schafe!

Seit 5 Tagen radle ich nun über die Insel – und wären da nicht die Schafe, es wäre der absolute Radfahrertraum. Doch die sind echt ein Problem, weil sie nicht auf sich selbst aufpassen können. Zumindest dann nicht, wenn sie auf offenen Weiden oder auf solchen mit lückenhafter Mauer bzw. lückenhaftem Zaun grasen. Dann brauchen sie einen Hund oder noch besser 3 oder 4 Hunde, die sie bewachen. Tja, und das kann beim Radeln dann ganz schnell zum Albtraum werden.

Vorgestern und gestern sind mir nämlich insgesamt 5 Mal solche wohlmeinenden Bestien bellend und geifernd hinterher gerannt, und zwei Mal dachte ich wirklich, jetzt beißt mir einer davon gleich die Wade weg. Kein Spaß – sodass ich eine Abwehrstrategie entwickeln musste: Pfefferspray und geöffnete Hundefutterdose griffbereit, begann ich nach dem zweiten derartigen Adrenalinkick, statt weiterzuradeln und zu schreien abrupt stehen zu bleiben … und zu schreien. Das half. Und jedes Mal, wenn ich die Viecher bereits vor mir auf der Straße stehen sah, stieg ich ab und schob mich und das Rad an ihnen vorbei. Auch das half. Schade nur, wenn man durch so tolle Landschaft radelt und gar nicht so richtig genießen kann, weil man ständig rechts und links Ausschau hält – nach lückenhaften Mauern und Zäunen, nach Schafen, Bestien … nach offen stehenden Toren.

Das Problem schein vor allem im Inselinnern aufzutreten – im Küstenbereich ist es mir bisher nicht passiert und so werde ich mich, nachdem ich heute wieder dort angekommen bin, bis zum Treffpunkt mit meinen Mitseglern am Samstag so gut es geht die Küste entlang arbeiten. Problem im Inselinnern ist eben auch, dass es immer wieder nur die autobahnähnliche Superstrada gibt, auf der das Radfahren auch keinen Spaß macht (kein Seitenstreifen), oder ganz kleine Feldwegchen – und da lauern dann eben die Tiere, die ich sonst ja so gern habe!

Ansonsten ist es aber wirklich wunderschön hier und jeden Tag wird mir wieder bewusst, warum mir Sardinien so gut gefällt. Eine Trauminsel – abwechslungsreich, grün, wild, tolle Küstenabschnitte, schöne Strände, Eichenwälder, Olivenbäume, Wein …

Das Wetter ist zwar noch nicht so, wie es sonst um diese Jahreszeit hier ist (über 30 Grad) – mal scheint die Sonne, mal ziehen dunkle Wolken auf, windig ist es fast immer und Regenschauer (auch recht kühle) gibt es auch immer wieder mal. Das Radfahren ist mal entspannt, mal richtig anstrengend – immer wieder geht es auf und ab, auch an der Küste. Daher habe ich mich auch entschieden, nicht ganz in den Süden bis nach Cagliari zu fahren – sonst hätte ich es bis Samstag wohl eher nicht zurück zum Treffpunkt mit den Anderen geschafft. Stattdessen eine eher bescheidene Runde – die mich bereits heute (Montag) an die Nordküste gebracht hat. Jetzt kann ich mir also Zeit lassen – gut so, denn es stehen laut Vorhersage noch zwei Regentage auf dem Programm.

Was aber dennoch wieder gut geht: zelten – heute bereits verbringe ich die 3. Nacht auf einem Campingplatz. Das zumindest produziert Sommerurlaubsgefühle!

Hier ein paar Bilder – Beschriftungen folgen evtl. ein ander Mal – da ich hier nur 2 Stunden Online-Zugang kaufen konnte, will ich den Upload und die Online-Bearbeitung nachher eher kurz halten.

Donnerstag: Fertilia / Alghero – Bosa Marina

Freitag: Bosa Marina – Bosa – Torre Grande

Samstag: Torre Grande – Sant Ignazio

Sonntag: Sant Ignazio – Ploaghe

Montag: Ploaghe – Castelsardo – Ciaccia

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