Cáceres – Moralejo – Ciudad Rodrigo – Salamanca

Strecke: http://tinyurl.com/d48l9j5 (242 KM)

Sonntag (7. April): Freude, Stolz, Empörung
Freude: Ich lege einen Traumstart hin: wie geplant komme ich punkt 9 Uhr los (habe immerhin 85 Kilometer vor mir). Wetter und Strecke sind schön, auf der N630 ist kaum Verkehr, da auch sie fast parallel zur Autobahn verläuft. Im Prinzip nur Rennradfahrer und – leider – dann doch einige Exemplare von der Sorte „Ich bin ein richtiger Mann, schaut nur, wie schnell ich Motorradfahren kann,“ begegnen mir. Der Wind weht heute zur Abwechslung mal von der Seite.
Stolz: ich bin deutlich schneller als gedacht und komme bereits um ca. 14.30 Uhr in Coria an (noch 15 Kilometer bis zum Ziel), habe da auch noch richtig Dusel: der Ort veranstaltet heute ein kleines besondere-Tapas-Verkostungs-Feschdl (= mehr Freude).
Empörung: Beim Café con leche danach rufe ich meinen Vater an, berichte ihm, wie schnell ich vorangekommen bin – seine Antwort: „Hattest Du Rückenwind?“ (Und er meint die Frage ernst!)

Montag (8. April): Heute geht es zum ersten Mal 2013 über einen (kleinen) Bergpass. Ich arbeite mich von Moraleja (260 Höhenmeter) auf knapp über 900 Meter hinauf – ganz schön schweißtreibend und ich schiebe das Rad – wenn’s hochkommt – gerade mal 600 Meter. Auf der anderen Seite, wo ich einen ähnlichen Abfall der Berge vermute, sieht’s dann ganz anders aus. Ich bin auf der kastilischen Hochebene angekommen, bis nach Ciudad Rodrigo geht es nur ganz allmählich bergab, und die Natur sieht auch ganz anders aus: zunächst kilometerweit wunderschöne Wälder, dann z.T. saftige Wiesen – die kastilische Hochebene erinnert mich hie und da auch an die Schwäbische Alb.
In Ciudad Rodrigo habe ich ein richtig schönes Hotelzimmer und die Stadt selbst ist auch nicht gerade unattraktiv – v.a. die Kathedrale, die ich leider erst am nächsten Vormittag zum 11 Uhr besichtigen kann.

Dienstag (9. April): Heute habe ich tatsächlich Rückenwind! Ansonsten ist die erste Hälfte der Strecke aber ziemlich unerfreulich. Immer wieder ekeliger Sprühregen und vor lauter Gischt ist kaum etwas zu sehen. Mittags wird daher ausnahmsweise nicht gevespert – ich kehre ein und gönne mir neben dem günstigen Mittagsmenü auch 0,375L iter bescheidenen Rotwein.
Später hört der Regen dann auf und ich kann tatsächlich die Landschaft erkennen: trotz Hochebene ist die Strecke nach Salamanca (es geht fast ständig minimal bergab) irgendwie faszinierend.
Diese Faszination empfinde ich auch bei meiner Ankunft in Salamanca – auf Anhieb strahlt die Stadt mit ihren vielen gelben, mittelalterlich anmutenden Mauern und Gebäuden und ihren Kathedralen, Kirchen und Türmen etwas ganz Eigenes und Besonderes aus – etwas ganz Anderes als Sevilla zum Beispiel.

Gestern und heute bleibe ich daher in Salamanca, schau‘ mir einige der Sehenswürdigkeiten – v.a. die Kathedralen und die Universität – an und nutze einen halben Tag heute dazu, mir eine neue Isomatte, Regencape, Gaskartusche und Kopfhörer für meinen PC zu kaufen.
Morgen geht’s dann weiter nach Zamora – je nachdem, wie ich aus dem Bett komme, evtl. über Toro. Schaun‘ mr moal!

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