Teneriffa (28.02. bis 07.03)

Nach einer schönen Überfahrt mit langem Zwischenstopp in Las Palmas de Gran Canaria wird mir gleich beim Einlaufen in den Hafen von Santa Cruz de Teneriffe klar, wie richtig meine Entscheidung war, für die knapp 7 Tage auf Teneriffa einen Mietwagen zu nehmen. Gebirge pur, innerhalb von 10 oder 20 Kilometern geht es vom Meeresspiegel auf 1000 oder 2000 Höhenmeter.
Dazu kommt in den Tagen danach ein mächtiger Wetterumschwung. Drei Tage lang (Sonntag bis Dienstag) stürmt es und es ergießen sich immer wieder mächtige Schauer über der Insel – ausgerechnet dann, wenn ich seit Oktober zum ersten Mal wieder campe! „Murphy’s Law“ eben. Die Unwetter sind so schwer, dass in Guia de Isora, wo mein Zeltplatz liegt, ein kleiner Bach zum reißenden Strom anschwillt und einen Abschnitt der Straße, welche vom Zeltplatz zum Ort führt, mal eben wegschwemmt. Auf La Gomera kommt gar eine 26-jährige deutsche Touristin ums Leben, die sich trotz des Wetters auf einer Bergwanderung befindet.
Trotz des Wetters ist es sehr schön auf der Insel, welche landschaftlich und von der Vegetation her viel abwechslungsreicher ist als Lanzarote. Ich kann zwar deutlich weniger unternehmen als geplant, aber das hat auch sein Gutes: ich komme ein wenig zur Ruhe, schlafe länger, habe Zeit zu lesen, Wäsche zu waschen, viel zu kochen, nachzusinnen …
An meinem letzten Tag, Mittwoch den 6. März – ich befinde mich bereits auf der Rückfahrt nach Santa Cruz – ist das schöne und warme Wetter zurück und ich fahre am Teide entlang, mache direkt unterhalb dieses Wahnsinnsbergs, der die Insel von allen Seiten dominiert, eine tolle Wanderung. Problem ist nur: die Wanderung entwickelt sich spontan aus einem geplanten kurzen Spaziergang und ich habe weder Proviant noch Sonnenmilch dabei. Am Abend sind Arme und Gesicht ziemlich verbrannt, was mir natürlich gar nicht gefällt.
Donnerstag den 7. März gebe ich das Auto zurück und mache mich auf den Weg zur Fähre von Armas, welche mich ab 12 Uhr in 31-stündiger Fahrt nach Huelva, Festlandspanien, Nordandalusien, bringen wird – dieses Mal ohne den Luxus einer Kabine.
Ich habe die Nacht aber überlebt, schreibe diese Zeilen ca. 8 Stunden vor Ankunft und bin gespannt – denn jetzt geht es eigentlich erst so richtig weiter mit der Tour. Zum ersten Mal seit dem 23. Dezember (Arcos de la Frontera  Cádiz) werde ich mich wirklich wieder radelnd fortbewegen!
Hier nun die dazugehörigen Bilder (zum Teide und dessen Nationalpark wird es demnächst noch eine eigene Galerie ohne Bildbeschriftungen geben):

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s