Uwe und Katharina

Sodele … nun also des Nachtrags Teil 1 zum Blog-Loch zwischen dem 25. Juli und dem 10. August – Episode Uwe und Katharina.

Nachdem die Beiden mich – völlig k.o. nach 108km Radeln – am Mittwoch den 25. Abends  ein wenig überraschend auf dem Campingplatz in Balleroy (Normandie) überfallen, verbringen wir ziemlich genau eine Woche zusammen. Das Radfahren macht – abgesehen von 1) einer gemeinsamen Tagestour von ca. 25 km Länge direkt vor Ort (Quelle für die schönen Gartenbilder), 2) einer gepäckfreien Etappe von 50 km für mich (während der ca. 1 Stunde lang heftigster Regen auf mich und meine Ausrüstung niederprasselt und den LCD-Monitor meiner Kamera zerstört!) und 3) kaum nennenswerten Strampeleien beim Mont St. Michel und an der tollen Felsküste in der Nähe von Quimper – im Großen und Ganzen Pause.

Ist aber nicht schlimm, so können sich meine Beine ein wenig erholen und wir schauen uns dafür mehr an. Ich frische meine englisch-normannischen Geschichtskenntnisse mit Hilfe des weltberühmten „Teppichs“ von Bayeux auf, welcher die Eroberung Englands durch William the Conquerer und das Vorgeplänkel dazu auf über 70m Länge darstellt, und wir genießen ein paar schöne Stunden in Bayeux selbst. Wir lassen uns ausgiebig Zeit bei, auf und in Mont St. Michel und wir lassen uns im Wald von Brocéliande verzaubern, in dem es auch ein kleines „Museum“ zu Artus-Sage, Merlin und Co. gibt (Vielen Dank für den Tipp, Ursel!).

Wir verbringen 2 Stunden in Rennes, einer Stadt, die irgendwie anders zu ticken scheint – einen alternativen Eindruck macht – und in der aus irgend einem Grund immer wieder Schuhe an Strom- bzw. Telefonleitungen hängen.

Danach geht es weiter zum westlichsten Punkt meiner bisherigen/ unserer gemeinsamen Reise: an der Küste bei Brest befinden wir uns so ziemlich am westlichsten Punkt, den die mitteleuropäische Zeitzone herzugeben vermag, sodass die Sonne hier Ende Juli erst gegen 21.50 Uhr untergeht.

Wir sind recht angetan von Quimper, auch wenn das bretonische Wetter am Besichtigungstag immer wieder heftigst zuschlägt und Uwe und Katharina den am Sonntag zuvor erlernten schottischen Ausdruck für diese Art von Wetter reaktivieren und üben: „gaii driiiicht“ (phonetisch-strobelsche Schreibweise).

Nebenbei gönnen wir uns immer wieder tolle Picknicks – ein Wohnmobil mit Kühlschrank hat schon Vorteile gegenüber dem Fahrrad und testen bretonische Produkte wie z.B. Crème Caramel au Beurre Salée oder tolle bretonische Biere. Die Suche nach Pit&Pat Spekulatius-Brotaufstrich, welchen Susuanne und ich in Lothringen (oder war es in der Normandie?) entdeckt hatten, bleibt leider erfolglos. Den anderen, gewöhnlichen Spekulatiusaufstrich, den es in jedem Supermarkt gibt, wollen wir nicht, weil wir befürchten, dass dieser (doppelt so großes Glas zum halben Preis) geschmacklich nicht an Pit&Pat herankommt und wahrscheinlich viel zu süß ist.

Am Donnerstag den 2. August heißt es morgens dann „Au revoir“ oder, phonetisch: „A rewa“, die Beiden fahren in 3 Tagesetappen wieder Richtung Edingen / Ladenburg und ich ergebe mich meinem selbst gewählten Schicksal und trete wieder in die Pedalen. Davon dann beim 2. Teil des Nachtrags (vielleicht ja schon in den nächsten Tagen) mehr!

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