Große Neuerungen (Text vom Freitag den 10. August)

Revolutionäre Veränderungen

Bevor ich irgendwann in den nächsten Tagen die beiden fehlenden  Wochen nach“arbeite“, hier ein kleiner wichtiger Einschub. Als ich vorgestern in Vannes einfahre, erblicke ich ein großes Einkaufszentrum und lasse mich zu einer Einkaufsorgie dahin reißen, welche große Veränderungen in meinem Camperleben bringt!

1)      Ich kaufe einen Holzspatel, sodass ich in Zukunft beim Kochen nicht mehr mit meinem Plastik-Allzweck-Gabel-Löffel umrühren muss, bei dem ich mir nie sicher war, ob er auf Grund der Hitzeentwicklung im Topf nicht ein paar Kunststoffmoleküle an meine Gourmetgerichte abgibt.

2)      Ich entdecke, dass es die Art von Gaskartusche, die ich brauche, auch in doppelter Größe gibt und schlage auch hier zu. Vorteile: ich muss nicht so häufig Nachschub kaufen, die Kartusche und damit der Kocher stehen stabiler und – für einen Schwaben von großer Bedeutung – das Gas ist ca. 13% günstiger!

3)      Die Entdeckung des Tages, vielleicht sogar der ersten 5 Wochen meiner Tour (die gestern zu Ende gehen) kommt bei Decathlon (hier übrigens viel, viel größer als bei uns): ein Minitisch. Ich sehe ihn, klappe ihn auf, bin begeistert, klappe ihn zu und kaufe ihn. Und das ist – Susanne kann es bestätigen – eine echte Verbesserung. Die meisten Campingplätze sind nämlich für Rucksack- oder Fahrradreisende nicht wirklich ausgestattet und so fehlt es u.a. immer wieder an einem Tisch (mit Bänken), wo man zumindest morgens mal den Kaffee kochen oder gar frühstücken könnte. An das Sitzen im Schneidersitz bei allen Tätigkeiten gewöhnt man sich ja, aber auf dem Boden kochen, essen oder gar Blogeinträge erstellen – das ist echt eine Qual. So ist dieser Tisch – der gerade mal 1,4 kg wiegt und damit wahrscheinlich in etwa das fehlende Gewicht auf dem Hinterrad ersetzt, welches ich inzwischen abgenommen haben dürfte – eine echte Errungenschaft und ich freue mich wie ein Schneekönig, als ich meine erste Mahlzeit darauf zubereite!

Noch ein paar Worte zu Vannes: schon bei der oben erwähnten Einfahrt fällt mir auf, wie modern und „ordentlich“ die Stadt im Vergleich zu allen anderen bisher gesehenen in der Bretagne, fast in Frankreich überhaupt, ist. Moderne Gewerbeanlagen und Einkaufszentren, tolle neue Straßenzüge mit unglaublich vielen und schönen Radwegen (und das ist wirklich etwas Besonderes, von Ausnahmen wie Lorient und Umgebun mal abgesehen), neue und dabei halbwegs bis richtig ansehnliche Wohngebiete … irgendwie sieht alles in den äußeren Vierteln aus, als sei die Stadt erst in den letzten 10 Jahren errichtet worden. Dazu kommt dann aber eine wunderschöne, beeindruckende Altstadt und die Lage: direkt am Golf von Morbihan, mit schönem Segelhafen etc. Ich bin zwar nur kurz (1 Nacht) in Vannes und verbringe die meiste Zeit davon auf dem Campingplatz (auch sehr schön, mit Schwimmbad, welches ich sofort nutze) – dennoch bin ich echt beeindruckt.

Was bleibt noch zu erwähnen? Das Wetter! Im Moment ist es echt unglaublich. TROCKENE Hitze (ca. 31°), ein LAUES Lüftchen, welches das Radeln kaum erschwert aber angenehm kühlt,  wolkenloser, azurblauer Himmel, nachts moderate Abkühlung – so muss Sommer sein!

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