Paris – Seinetal – Rouen – Normandie – Honfleur – Balleroy

Paris – Seinetal – Rouen – Normandie – Honfleur – Balleroy

Das ist echt nicht gerecht – für Susanne! Kaum ist sie weg, wird das Wetter schön … und auch die Landschaft immer schöner! Mme Pompadour – Du musst einfach nochmal zur Tour hinzu stoßen!

Letztendlich bin ich gerade mal knapp 5 Tage alleine auf Tour – von Samstag Vormittag bis Mittwoch Abend (25.08.). Es sind aber 5 intensive und – wie gesagt – landschaftlich sehr, sehr schöne Radtage, auf denen es zwar ein paar kleinere Probleme gibt (die Speichen vorne machen bedrohliche Geräusche – laufe ich etwa Gefahr, dass eine reißen könnte, wie damals drei Mal in Italien?; den Campingplatz in bzw. 10 km außerhalb von Rouen – am Ende eines langen Radtages gegen 20 Uhr bergauf gefahren gibt es seit 3 Jahren nicht mehr! Folge: zurück nach Rouen, ins ziemlich teuere IBIS-Hotel – das Bett ist trotzdem eine schöne Abwechslung), an denen ich aber zum ersten Mal so richtig „high“ werde vom Radeln, mich fitter fühle und manches mal am liebsten am Ende des Tages immer noch weiter fahren wollte.

Manchmal erinnern mich Straßenschilder in Partnerstädten daran, wie weit ich von zu Hause bereits entfernt bin (auch wenn die gefahrenen Kilometer noch deutlich über den erblickten Werten liegen), immer häufiger werde ich von Franzosen und Französinnen angesprochen (in Mantes innerhalb von 30 Minuten gleich drei Mal! – erst Tage später, nachdem mir ein Vater-Sohn-Gespann aus England auf der Etappe von Honfleur nach Ballerouy (108 km!!!) gleich 6 oder 7 Mal begegnen und ich mit ihnen ins Gespräch komme, überwinde ich meine Feigheit und beginne, die Menschen, mit denen ich mich wirklich – und v.a. über mein „Projekt“ – unterhalte zu fragen, ob ich sie fotografieren darf. Das mache ich seither und bin begeistert von meiner eigenen Idee 🙂

Die Etappe am ersten Tag alleine endet in Freneuse, auf einem extrem einfachen Campingplatz, zu Essen habe ich nichts mehr – wie gut, dass es da tatsächlich einen McDonald’s gibt. Na ja …. Das abgebildete Menü kostete doch sage und schreibe € 6,70. Auf der Etappe und am nächsten Morgen verbringe ich jeweils ca. 1 ½ Stunden damit, an meinen Speichen zu schrauben – bis dato haben sie durchgehalten!

Am besten gefällt mir die Etappe entlang der Seine-Schleifen direkt ab Rouen. Ich bin so Radler-und landschafts-high, dass ich beginne ein schwäbisches Liedchen zu komponieren. Ob es je vertont wird, bleibt dahin gestellt …

Ein erhebendes Gefühl ist es dann, als ich am Montag Abend, nach 2 ½ Wochen, den Atlantik erblicke. Waren Susanne und ich in Paris schon zu recht stolz, mit eigener Muskelkraft von zu Hause bis in die französische Hauptstadt gefahren zu sein, ist dieses Gefühl jetzt noch größer: Hochdorf bis an den Atlantik mit dem Rad. Ich fühl mich super!

A propos Hochdorf – es ist schon witzig, wie viele Hochdörfer es auch in Frankreich gibt.

Dienstag gönne ich mir einen Tag Pause in Honfleur – ein sehr nettes Hafenstädtchen, leider komplett von Touristen eingenommen. Mittwoch dann die bereits erwähnte Etappe nach Bayeux bzw. Balleroy, wo am Abend auf dem Campingplatz plötzlich Uwe und Katharina neben mir stehen!

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